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STADTPLANEisenach-Das Wahlprogramm für eine lebenswerte Stadt

» BARRIEREFREIES UND BEZAHLBARES WOHNEN ERMÖGLICHEN!
» BEZAHLBARES BAULAND FÜR FAMILIEN SCHAFFEN!

Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht. Eisenach braucht eine Initiative für sozialen Wohnungsbau und mehr altersgerechten Wohnraum. Der Wohnungsbestand der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) muss schrittweise saniert werden („zweite Sanierungswelle“ seit 1990). Ein millionenschweres Investitionsprogramm soll gleichzeitig dafür sorgen, dass durch den Bau von Sozialwohnungen in allen Stadtteilen Eisenachs das Mietniveau stabil bleibt und keine soziale Ausgrenzung stattfindet.

Darüber hinaus unterstützen wir die Ausweisung und Entwicklung weiterer Flächen als günstiges Bauland (z. B. durch Umwidmung und Rekultivierung ehemaliger Industrieflächen) für Familien. Die sinnvolle Nutzung von Baulücken in der Innenstadt wollen wir vorantreiben, unter anderem durch die Unterstützung von Projekten wie „Zentral Genial“. Leerstehende Gebäude müssen so entwickelt und gesichert werden, dass diese zu einem attraktiven Wohneigentum für Familien werden können.

» DIE ATTRAKTIVITÄT DER INNENSTADT WEITER ERHÖHEN!
» VORHANDENES ENGAGEMENT VON BÜRGERINNEN UND BÜRGERN IST UNBEDINGT ZU NUTZEN!

Eine verkehrsberuhigte Zone rund um Marktplatz und Karlsplatz verbessert die Aufenthaltsqualität im unmittelbaren Innenstadtbereich. Autos sollen dort weiterhin fahren dürfen, aber Fußgänger/innen und Radfahrer/innen haben „Vorrang“.

Die Anbindung der Innenstadt durch den öffentlichen Personennahverkehr muss ausgebaut und die städtischen Parkhäuser am Rande der Innenstadt stärker in das städtische Verkehrsleitsystem integriert werden. Es braucht eine intelligente Verkehrssteuerung, um vor allem den Schwerlastverkehr aus der Stadt und die Schadstoff- und Lärmbelastungen so gering wie möglich zu halten. Das städtische Verkehrskonzept und das Parkraumkonzept
müssen dafür endlich auf einen aktuellen Stand gebracht und aufeinander abgestimmt werden.

» FLÄCHENDECKENDE MEDIZINISCHE VERSORGUNG FÜR DIE GANZE STADT!

Die ärztliche und fachärztliche Versorgung muss für alle Bürgerinnen und Bürger gesichert sein. In Kooperation mit dem St. Georg Klinikum und der Ärztekammer müssen hier flexible Lösungen gefunden werden, um die Wartezeiten auf Termine und Fahrtwege zu Arztpraxen zu verkürzen. Eine weitere Privatisierung des St. Georg Klinikums lehnen wir ab. Vielmehr streben wir langfristig an, das St. Georg Klinikum mehrheitlich wieder in kommunale Hand zurückzuführen.

» FÜR EINE SAUBERE STADT!
» VORHANDENES BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT UNTERSTÜTZEN!

Wir schätzen das großartige bürgerschaftliche Engagement für eine saubere Stadt. Dies kann aber auf Dauer nur von Erfolg gekrönt sein, wenn eine leistungsfähige Stadtreinigung dafür konsequent ihre Verantwortung wahrnimmt. Städtische Aufgaben dürfen nicht Schritt für Schritt auf die Bürger abgewälzt werden.

» ORTSTEILBÜRGERMEISTER MIT STIMMRECHT IM STADTRAT!
» DORFENTWICKLUNGSKONZEPTE FÜR DIE ORTSTEILE!

Zur besseren Einbindung der Belange der Ortsteile setzen wir uns für eine Änderung der Thüringer Kommunalordnung und der Hauptsatzung ein: Die Ortsteilbürgermeister sollen ein eigenes Stimmrecht im Stadtrat erhalten.

Wir fordern die aktive Unterstützung der Ortsteile bei der Pflege der kulturellen Bräuche und Gemeinschaften (Kirmes, Karneval, Laientheater, etc.) und einen festen Platz dieser Institutionen im kulturellen Kalender der Stadt. Damit können Ortsteile und Kernstadt noch näher zusammenrücken.

» VERANTWORTUNG FÜR DAS EINMALIGE BAU- UND GARTENKULTURELLE ERBE UNSERER STADT!

Das Bewusstsein für das kulturelle Erbe der Architektur und des Gartenbaus muss mehr in den Fokus gerückt werden. Dies kann durch die Wiedereinsetzung eines Denkmalbeirates und die Erweiterung des Sanierungsgebietes in der Kernstadt erreicht werden. Darüber hinaus müssen bald auslaufende Fördermitteltöpfe beim Land und Bund konsequent ausgeschöpft werden. Im Bereich der Gartenbaukultur muss eine Stärkung des Grünflächenamtes
erfolgen.